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Freundefinder von Facebook untersagt

Dienstag, 6. März 2012 - 20:52 Uhr

Auf eine Klage des vbzb hat das LG Berlin mit Urteil vom 06.03.2012 (Az. 16 O 551/10 - nicht rechtskräftig) entschieden, dass Facebook mit dem Freundefinder und seinen Geschäftsbedingungen gegen Verbraucherrechte verstoße.
Mit dem Freundefinder werden Facebook-Mitglieder dazu angehalten, Namen und E-Mail-Adressen von Freunden zu importieren, die selbst nicht bei Facebook sind. Das Gericht urteilte hierzu, dass die Nutzer unzureichend darüber informiert werden, dass durch den Freundefinder ihr gesamtes Adressbuch zu Facebook importiert und für Freundeseinladungen genutzt wird.
Einer Mitteilung des vzbv ist weiter zu entnehmen, dass das Gericht entschied, Facebook dürfe sich in seinen AGB nicht ein umfassendes weltweites und kostenloses Nutzungsrecht an den Inhalten einräumen lassen, die Facebook-Mitglieder in ihr Profil einstellen.
(Link zu der Pressemitteilung des LG Berlin in der Überschrift)