WIENKE & BECKER - KÖLN
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Interview Trusted Shops zu WIENKE & BECKER

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1. Was ist das Besondere an Ihrer Kanzlei?

Wir haben uns bei WIENKE & BECKER – KÖLN® im Bereich Distanzhandel konsequent auf den Versandhändler ausgerichtet und können in meiner Person auf über 20 Jahre Erfahrung (Stand 2010) in diesem Bereich zurückblicken. Rechtsanwältin Dr. Karvani ist Fachanwältin für gewerblichen Rechtsschutz und Rechtsanwalt Thieme hat die Zusatzqualifikation LL.M. , also Master of Law im Studiengang Gewerblicher Rechtsschutz an der Düsseldorf Law School erworben. Das gleiche gilt für Rechtsanwältin Helena Haupt LL.M. Mit dem zweiten Beratungsschwerpunkt im Bereich Heilwesen/Medizinrecht verfügen wir zudem über Fachanwälte für Medizinrecht, die ihr spezifisches Know-How im Bereich Nahrungsergänzungsmittel, Arzneimittel, Medizinprodukte, spezifisches Berufsrecht von Ärzten und Apothekern etc. bei Vertriebsfragen einbringen können. Ich selbst bin zudem Justiziar beim Branchenblatt Versandhausberater und in der Expertenrunde Recht der Stiftung Warentest / Finanztest regelmäßiger Gast sowie häufig als Referent und Newsletter-Autor des E-Commerce-Center-Handel tätig. Wir beraten nicht nur die typischen AGB, sondern auch Fragen rund um Werben und Verkaufen. Wir haften für unsere Beratung mit einem versicherten Betrag bis 1 Mio. EUR, haben hier also die geforderte Mindestdeckung für alle Anwälte vervierfacht.

2. Wie lange ist Ihre Kanzlei in der Beratung von Internethändlern tätig?

Bei WIENKE & BECKER beraten wir den klassischen Versandhandel und Verlage bei Katalog- und Prospektgestaltungen und den allfälligen Abmahnungen bereits seit 1990, also seit fast 20 Jahren. Wir waren unmittelbar dabei, als es später richtig im Internet mit dem E-Commerce losging und haben hier einige Standards mitgeprägt.

3. Wie viele Anwälte beraten bei Ihnen Internethändler?

Wir vertreten nur die Händlerseite, und beraten hier mit den oben genannten drei Kolleginnen und Kollegen, wobei demnächst noch ein weiterer Kollege hinzukommen wird. Insgesamt sind wir zur Zeit sechs Anwälte.

4. Wie sind Sie zu dem Thema gekommen?

Im Rahmen meiner Vertretung von Verlagen und dem klassischen Versandhandel war z.B. das Widerrufsrecht bei Zeitschriften-Abos, welches für das spätere Widerrufsrecht im Fernabsatz Pate stand, schon von Beginn an täglicher Beratungsgegenstand. Auch im Bereich Versandhandel gab es schon sehr lange vor dem Fernabsatzgesetz Widerrufsmöglichkeiten beim Abzahlungskauf. Mit diesem spezifischen Know-How konnten wir die sich auftürmenden Praxisfragen durch die Fernabsatzgesetzgebung von den ersten Entwürfen der EU-Richtlinie an angehen. In 2000 habe ich eines der ersten Praxisbücher über das Fernabsatzgesetz veröffentlicht, später dann in Büchern und Aufsätzen die Thematik juristisch vertieft. Unter www.fernabsatz-gesetz.de kann man schon seit den ersten Tagen des Gesetzes im Jahr 2000 Hinweise und Tipps finden.

5. Welche sonstigen Beratungsschwerpunkte haben Sie?

Wir oben erwähnt beraten wir neben den Abmahnungen und den typischen AGB-Fragen rund um die vertragsrechtlichen und sonstigen Fragen, die sich für den Produktvertrieb, den Versandhändler, aber auch Werbeagenturen im Bereich Werben und Verkaufen ergeben. Wir konzeptionieren Gewinnspiele und die Bedingungen und helfen bei der rechtlichen Ausgestaltungen von Verkaufsförderungsmaßnahmen (Angebote, Gutscheinaktionen, Mailings). Wir schauen auf mehr als 15 Jahre Erfahrung im Markenrecht von der Anmeldung über Abgrenzungsvereinbarungen bis zum Kauf oder Verkauf , wir erarbeiten die nötigen Verträge zur Herstellung von Verkaufsunterlagen, Fotoshootings etc., erstellen Kooperationsvereinbarungen, Affiliate-Programme, Kundenkartenvereinbarungen, Gesellschaftsverträge für Joint-Ventures und beraten in der Direktwerbung zu Opt-In-Modellen und im Bereich Datenschutz (hier beraten wir auch Listbroker und haben die ersten für die Empfehlung vorgesehenen entsprechenden AGB eines großen Direktmarketingverbandes in 2005 und 2010 erstellt) kümmern uns um vertriebsrechtliche Fragen auch im Bereich Kartellrecht (darf der Hersteller Vertrieb im Internet verbieten?)

6. Was sind Ihre größten Erfolge im Kampf gegen Abmahnungen?

Wem einmal der Shop mit vielen Texten und Bildern „raubkopiert“ wurde, der weiß durchaus auch Abmahnungen zu schätzen. Öffentlich in Erscheinung getreten ist unsere Arbeit bei den massenhaften Abmahnungen der Media-Markt Unternehmen im Elektronikbereich. Hier waren wir mit daran beteiligt, die öffentliche Aufmerksamkeit auf die teils existenzbedrohenden Abmahnungen mit wirtschaftlicher und zahlenmäßiger Macht vorgetragen zu richten. Die Kette stellte dann ihre Abmahntätigkeit weitgehend ein. Hier konnten wir also in Zusammenarbeit mit Kollegen und der Presse zahlreichen Händlern helfen. Im Übrigen sind wir hervorragend vernetzt und können mit unserer Erfahrung jederzeit schnell einschätzen, wo sich ein Widerstand lohnt oder wo der Mandant nur draufzahlt. Ansonsten ist unser größter Erfolg die Zufriedenheit des Mandanten. Auch wenn er sich einer Abmahnung beugen muss, weiß er um Kosten, Konsequenzen und Schadensverhinderungsmöglichkeiten Dank eines individuellen Beratungskonzeptes und persönlichen Einsatzes.

7. Wie setzt sich Ihr Mandanten-Stamm zusammen?

Neben Startern, die sich mehr oder weniger erstmals zumindest in den Bereich Distanzhandel / Fernabsatz wagen betreuen wir bei WIENKE & BECKER – KÖLN® im hier interessanten Bereich arrivierte Unternehmen, die mit ihren Markenprodukten bundesweit bekannt sind, ferner Unternehmen aus dem klassischen Versandhandel und Unternehmen, die man im eCommerce kennt, aber auch TV-Shopping-Unternehmen. Zu den Mandanten gehören vor allem Hersteller mit eigenem Vertrieb (z.B. ein großes Treppenliftunternehmen, bekannte Küchen- und Kochprodukte oder Softwarehersteller) und Verlage, die wir schon seit Jahren in der Konzeption von Auftritten im Internet und von Beginn an in der Direktwerbung und im Presserecht beraten. Wir haben Zalando.de, serenza.de und natürlich auch die Gebrüder Götz. Verbraucher werden nicht vertreten. Hier geben wir redaktionelle, kostenfreie, allgemeine Tipps.

8. Bieten Sie auch Beratungen im internationalen Versandhandel an?

Viele unserer Mandanten richten sich über die Grenzen hinaus aus. AGB für die Schweiz oder Österreich sind Tagesgeschäft. Wir betreuen zudem auch umgekehrt größere Unternehmen aus der Kosmetik- und Modebranche, die von Frankreich und Großbritannien aus den deutschen Markt angehen.

9. Bieten Sie besondere Beratungspakte für Internethändler an?

Für den typischen Internethändler hat sich gezeigt, dass sich eine Reihe von Fragenund Leistungen immer wieder ergeben, die wir zusammengefasst in einem Paket mit Fixpreis anbieten. Am Ende des Tages verfügt der Händler über die Texte und Hinweise, die er für einen möglichst abmahnsicheren Auftritt benötigt. Konzeptionell erschöpft sich unsere Beratung aber gerade nicht im Liefern von Standards, sondern wir bauen auf intensive Besprechungen der Leistungen mit den Verantwortlichen. Auch nach dem Abschluss des Auftrages bleibt unser Mandant nicht alleine. Wir halten Kontakt und informieren unsere Mandanten mit einem im Preis eingeschlossenen Newsletter über Abmahnfallen oder notwendige Änderungen von AGB mindestens ein Jahr nach Abschluss der Arbeiten.

Mit größeren Unternehmen verbinden uns Beratungsvereinbarungen zu bestimmten monatlichen Beträgen. Hier fungieren wir wie ein angeschlossenes Justiziariat in unseren Beratungsbereichen.

10. Wo können sich Online-Händler am besten über rechtliche Themen informieren?

Wir können hier auf eine Reihe von Seiten verweisen. In erster Linie gibt es Informationen über uns auf www.kanzlei-wbk.de . Themenbezogene Infos finden sich aber auch auf www.versandhandelsrecht.deoder www.abmahnung-uwg.de.