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Angaben n. Zusatzstoff-Zulassungsverordnung

Nach der Zusatzstoff-Zulassungsverordnung (ZZulV) muss der Gehalt bestimmter Zusatzstoffe in Lebensmitteln bei der Abgabe an Verbraucher kenntlich gemacht werden. Angaben müssen danach unter anderem bei Lebensmitteln gemacht werden, welche Farbstoffe, Konservierungsstoffe, Antioxidationsmittel oder Geschmacksverstärker. Erforderlich sind hier Formulierungen wie: „mit Farbstoff", "mit Konservierungsstoff“ oder „mit Geschmacksverstärker“.

Eine Kennzeichnung muss grundsätzlich gut sichtbar, in leicht lesbarer Schrift und unverwischbar auf der Fertigpackung oder einem mit ihr verbundenen Etikett, bzw. bei loser Abgabe auf einem Schild auf oder neben dem Lebensmittel angebracht werden.

Angaben auch im Versandhandel notwendig
Bei der Abgabe von Lebensmitteln im Versandhandel muss die Kennzeichnung darüber hinaus neben der entsprechenden Angabe auf der Fertigpackung auch in den Angebotslisten erfolgen. Hintergrund dieser Regelung ist, dass der Käufer bereits vor seiner Bestellung und somit vor dem Abschluss des Vertrages in den Angeboten auf verwendete Zusatzstoffe hingewiesen wird.

Ein Verstoß gegen diese Kennzeichnungspflichten kann abgemahnt werden. Nachdem die Verbraucherzentrale Hamburg kürzlich medienwirksam den Versandhändler Amazon abgemahnt hat, ist nun zu befürchten, dass weitere Abmahnungen in diesem Bereich bald folgen werden.

Falls Sie als Versandhändler Lebensmittel vertreiben, sollten Sie daher dringend überprüfen, ob die erforderlichen Lebensmittelkennzeichnungen ordnungsgemäß auch in den Angebotslisten erfolgen. Neben der ZZulV sind hier auch die Kennzeichnungspflichten aus der LMKV oder der NKV zu beachten. Bei Fragen auf diesem Gebiet helfen wir Ihnen gerne weiter.